hinter Nicole Bolze ORIGINALS 

steckt ein Glückskind mit viel Leidenschaft für Schmuck

2004 habe ich mein kleines Unternehmen Nicole Bolze ORIGINALS gegrügndet.
Es war keinesfalls, wie man denken könnte, und wie es oft der Fall bei Unternehmensgründungen ist, ein lang gehegter Traum, den ich mir damit erfüllte. Vielmehr haben die brüchige Wendezeit um 1989/ 90 und die darauffolgnden Jahre den Lebensentwurf, den ich nicht hatte, in die richtige Richtung katapultiert....
Schon als Kind wusste ich, ich will Kunst arbeiten!

 Begleiten Sie mich auf meiner Reise in die Freiberuflichkeit: 


Meine Schmuckgürtler Ausbildung begann 1987 im VEB Harzer Schmuck. 
Eine Ausbildung zur Goldschmieden wäre damals allenfals mit Familenbackround oder Beziehungen möglich gewesen. Ich lernte also einen artverwandten Beruf, der dem der Goldschmiedin in nichts nachsteht. 
Als ich meine Ausbildung abschloss, arbeitetet ich als Facharbeiterin weiter im Ausbildungsbetrieb und stellte Silberschmuck im Akkord her. Mein traumhaft schöner Beruf verlor seinen Zauber!

Am Tag nach dem Mauerfall bin ich, ganz normal zur Arbeit gegangen, weil ich dachte, es handelt es sich um eine Versehen. So absurd unwahrscheinlich war dieses Ereignis, dass ich den Anfang der Freiheit erst einmal verpasst habe. 
Der berufliche Teil meines Lebens geriet mit der Wende ins Stocken und war nicht halb so blumig, wie es, laut manch einer Aussage, hätte sein sollen.  Die Abwicklung des VEB Harzer Schmuck durch die Treuhand bedeutete für mich nun den Gang zum Arbeitsamt. Eine bittere Erfahrung, mit suboptimalen Ergebnissen. Ich hatte einen Beruf erlernt, der als Brotlose Kunst galt - schwer vermittelbar....

1993 suchte der Goldschmiede Manfred Li, in Harzgerode, Verstärkung für seine Werksatt. 
Meine Chance! 
Ich durfte bis 1996 in seinem Familienunternehmen, mit seiner Familie arbeiten und fühlte mich wie ein Teil dieser. Unter seinen meisterhaften Händen habe ich unfassbar viel gelernt. Oft verloren Aufträge einfach ihre Dringlichket und ein ganz normale Arbeitstag wurde zur Meister-Lehrstunde. Es gibt im Handwerk nichts wertvolleres als einen Meister, der sein Wissen von Herzen gern weiter gibt. Ich bin noch heute voller Dankbar für diese Jahre! 

1999  habe ich einen Abstecher in die Werkstatt der wunderbaren  

Schmuckkünstlerin Sabine Müller, in Schielo, gemacht. Dort lernte ich die Leichtigkeit des freien Gestaltens, das Spiel mit Formen, die Freiheit mein Material neu zu interpretieren und Techniken, von denen ich vorher nur aus Büchern gelesen hatte. Arbeit war plötzlich keine Arbeit mehr, sie war intuitive Hingabe und eine Idee, die die Nächste nach sich zog.  Hier habe ich erfahren, was freies Arbeiten außerhalb des klassischen Goldschmiedens bedeutet und wie wichtig das klassische Goldschmieden für das freie Gestalten ist. 
Das war vermutlich der Zeitpunkt, an dem ich erstmals vorsichtig darüber nachdachte, ob die Freiberuflichkeit nicht auch mein Weg sein könnte....  Ich begann also, mir meine eigene Werkstatt einzurichten, meine ersten eigene Schmuckstücke und kleine Kollektionen entstanden. 


Auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten stolperte ich 2001 ins Museum für Glasmalerei und Kunsthandwerk in Quedlinburg. Das Angebot, dort als Museumspädagogin zu arbeiten, war reizvoll und bot mir die Möglichkeit einen Einblick in das Handwerk der Bleiverglasung und der Glasmalerei zu bekommen. Auf diser Etappe meiner Umwege lernte ich, neben den besten Kolleginen der Welt, die Papierkünstlerin Katrin Ruhnau kennen. Als meine Stelle im Museum auslief bot sie mir eine Ateliergemeinschaft in ihren Räumen an.

Am 01.03.2004 Gründete ich mein eigenes Unternehmen. 

Unsere Zusammenarbeit war ein Fest! Sie bestand aus Nachtschichten, Märkten, Austellungen und unendlich vielen Kaffepausen. 


Der Abbau einer Gemeinschaftsausstellung fürte mich in die leerstehenden Galerie des Künstlers Jochen Müller. Ob ich nicht jemanden kenne, der daran Interesse haben könnte? 
Es braucht noch etwa vier Wochen bis diese Information vollumfänglich in meinem Gehirn ankam und dieses die Idee entwickelte, dass möglicherweise ich diese Person sein könnte......  

2006 zog ich also mit Werkstatt und Geschmeide in die Galerie Müllers, um von dort aus die Quedlinburgerinnen und den Rest der Welt mit meinem  Schmuck zu schmücken.

Dort bin ich noch - angekommen in einer Galeriegemeinschaft, die ich gerne als symbiotisch bezeichne und die seit mittlerweile unfassbaren 20 Jahren besteht.


Das Leben schlägt manchmal ungewöhnliche Haken. Mich hat jeder Umweg zu einer Chance geführt. Jede Nebenstrecke war ein Weg der mich zu wunderbaren Menschen gebracht hat. Menschen, die sich mir mit ihren Möglichkeiten 

direkt in Weg gestellt haben, die ihr Wissen, ihre Ideen, ihre Erfahrungen, ihre Ateliers und Räume mit mir geteilt und sie zu meinen gemacht haben. Sie alle bgleiten mich noch heute. Ohne sie wär ich nicht dort wo ich bin und auch nicht das was ich bin.
Ein Glückskind! 


KONTAKT
Nicole Bolze ORIGINALS
Stieg 8/ 9
06484 Quedlinburg

0172/ 888 24 73 

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag 12 - 18Uhr
Freitag 11 - 16Uhr 
Samstag 11 - 15Uhr

...und nach Vereinbarung!